12.2 Natürliche Ressourcen schonen 12.2 Natürliche Ressourcen schonen

12.2 Natürliche Ressourcen schonen
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Das Unterziel 12.2 zielt darauf ab, nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu gestalten und dadurch die natürlichen Ressourcen effizient zu nutzen und zu schonen.

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Um Ressourcenschonung in Deutschland zu fördern, wurden verschiedene politische Programme ins Leben gerufen. Einer der Meilensteine ist das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess I/II), welches Innovation, globale Verantwortung, Kreislaufwirtschaft und Orientierung an qualitativem Wachstum fördert. Des Weiteren fördert das Nationale Programm für Nachhaltigen Konsum (NPNK) die Teilhabe von Nutzerinnen und Nutzern aller Bevölkerungsschichtung an nachhaltigem Konsum. Insbesondere in diesem Rahmen wird eine Lebenszyklusperspektive auf Produkte und Dienstleistungen angelegt und Aspekte bezüglich Verhalten oder Lebensstile berücksichtigt. Flankierend wirken weiterhin sektorale Programme wie die „Klimaschutzoffensive des Handelsverbands Deutschland (HDE)“ oder die „Klimaaktive Kommune“, die vordergründig auf Klimaschutz ausgerichtet sind, jedoch ebenso positive Effekte auf die Ressourcenschonung haben. Im industriellen Sektor bestehen hohe Innovationspotentiale, die unter anderem durch Programme gehoben werden sollen wie „Impulse für industrielle Ressourceneffizienz (r+Impuls)“ im Rahmen der Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) oder durch Industrie- und Forschungsnetzwerke wie EIT RawMaterials mit Hauptgeschäftsstelle in Deutschland (gefördert durch das European Institute of Innovation and Technology).

Ressourcenschonung wird in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie derzeit unter anderem über den Indikator der Gesamtrohstoffproduktivität abgedeckt. Das Bundesamt für Statistik arbeitet an der Erweiterung der Indikatorik. Die materialbasierten Indikatoren „inländischer Materialverbrauch“ (Domestic Material Consumption - DMC) sowie „inländische Rohstoffverwendung“ (Raw Material Consumption - RMC), d.h., der Rohstofffußabdruck, werden bereits erhoben und sind auf der nationalen Berichtsplattform (NRP) einsehbar. Damit können alle für SDG 12.2 auf internationaler Ebene vorgesehenen Indikatoren in den Fortschreibungen der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigt werden.

Initiative Save Food; FAO; UNEP; Messe Düsseldorf; interpack
Initiative SAVE FOOD

Zusammen mit Mitgliedern aus Industrie, Politik und Gesellschaft möchte die Initiative SAVE FOOD Innovationen vorantreiben, den interdisziplinären Dialog fördern und Debatten anstoßen, um Lösungen zu schaffen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Verbraucher. Über 1000 Mitglieder hat SAVE FOOD gemeinsam mit der FAO. Die Liste umfasst große Unternehmen, Organisationen oder Forschungsinstitute.
SAVE FOOD fordert die Weltgemeinschaft auf, ihren Millenniumszielen nachzukommen. Dazu gehört maßgeblich die Bekämpfung von Hunger. Die Initiative drängt auf nachhaltige Produktions- und Verpackungskonzepte für eine bessere Versorgung einer weltweit wachsenden Bevölkerung sowie auf neue Methoden in der Agrarwirtschaft für effizienteren Anbau und Ernte und die Bekämpfung von Verlusten durch Ressourcenschonung. SAVE FOOD sieht Potenziale bei der Optimierung von Sortiment, Lieferkette, Logistik und Abfallrecycling, um Nahrungsmittelverlusten entgegenzuwirken. Die Initiative will gegen die allgemeine „Wegwerfmentalität“ vorgehen.
SAVE FOOD appelliert an Unternehmen, die Nachfrage und das Verbraucherverhalten besser zu steuern sowie auf nachhaltigere Produktionsverfahren zu setzen.

Unterziele
12.1 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster 12.2 Natürliche Ressourcen schonen 12.3 Weniger Nahrungsmittel verschwenden 12.8  Informationen bereitstellen und Bewusstsein schaffen
Ziele
SDG 15 SDG 17
EIT RawMaterials GmbH
EIT Raw Materials

EIT RawMaterials ist das weltweit größte Konsortium im Rohstoffsektor und wurde initiiert und finanziert vom EIT (European Institute of Innovation and Technology), einem Organ der Europäischen Union. Die Vision ist, Rohstoffe zu einer großen Stärke für Europa zu entwickeln. Die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Mineralien-, Metall- und Werkstoffsektors entlang der Wertschöpfungskette soll erhöht werden, indem Innovation, Bildung und Unternehmertum gefördert werden.
Das EIT Rohstoffe vereint etwa 120 Kern- und Kooperationspartner und ca. 180 Projektpartner aus Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aus vielen 20 EU-Ländern. Partner von EIT RawMaterials sind entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette tätig, von der Erschließung, dem Bergbau und der Mineralaufbereitung bis hin zu Substitution, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Sie arbeiten gemeinsam an neuen, innovativen Lösungen zur Sicherung der Versorgung und Verbesserung des Rohstoffsektors in Europa.
EIT RawMaterials zielt darauf ab, Innovation im Rohstoffsektor durch Wissensaustausch, Erleichterung von Matchmaking-Aktivitäten, Entwicklung innovativer Technologien und Unterstützung der Unternehmensgründung deutlich zu verbessern.

Unterziele
12.2 Natürliche Ressourcen schonen
Ziele
SDG 9
BMU; UBA; Verband Kommunaler Unternehmen e.V.
EWAV (Europäische Woche der Abfallvermeidung)

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) ist Europas größte Kommunikationskampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Sie findet jährlich in der letzten Novemberwoche auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus statt. Ziel ist es, alle Europäer*innen für die Notwendigkeit der Ressourcenschonung zu sensibilisieren und praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen. Die EWAV verfolgt einen dezentralen Ansatz. Lokale Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie aus dem Bildungsbereich und der Verwaltung organisieren eigene Aktionen vor Ort.
Initiiert wurde die Kampagne 2009 von der Europäischen Kommission, 2010 ging die Europäische Woche der Abfallvermeidung dann in Deutschland an den Start.
Auf europäischer Ebene koordiniert das EU Sekretariat die Kampagne. Es wird durch ein EU-Steering Committee, bestehend aus der Europäischen Kommission sowie weiteren nationalen Institutionen, finanziert und angeleitet.

Unterziele
12.2 Natürliche Ressourcen schonen 12.5 Müll vermeiden und recyclen
Ziele
SDG 9 SDG 17
BMU; BMJV; BMEL
Nationales Programm für Nachhaltigen Konsum

Das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum (NPNK) ist ein Schritt zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aus der Konsumenten- und Produktperspektive. Es soll einen Beitrag dazu leisten, unsere Konsummuster und unseren Lebensstil mit den ökologischen und ökonomischen Grenzen in Einklang zu bringen. Das Programm zeigt Ziele und Handlungsbedarfe auf und erläutert bisherige Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich des nachhaltigen Konsums. Auf der Basis des Leitbilds Nachhaltigkeit werden Leitideen für eine Politik des nachhaltigen Konsums entwickelt. Das Programm enthält 170 Maßnahmen für die übergreifenden Handlungsansätze sowie die Bedürfnisfelder, um nachhaltigen Konsum systematisch zu stärken.
Am 3. Mai 2021 wurde das NPNK weiterentwickelt. Die vom Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschlossenen 45 Maßnahmen und Ziele priorisieren und fokussieren das bestehende Programm der Bundesregierung für nachhaltigen Konsum von 2016. Die Maßnahmen betreffen die Bereiche Mobilität, Wohnen und Haushalt, Ernährung, Arbeit und Büro, Bekleidung sowie Freizeit und Tourismus, aber auch querschnittsorientierten Maßnahmen, wie beispielsweise zur Erschließung der Potentiale der Digitalisierung für nachhaltigen Konsum. Sie sollen dazu beitragen, u.a. den konsumbezogenen Ausstoß von Treibhausgasen pro Einwohner bis 2030 zu halbieren.

Unterziele
12.1 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster 12.2 Natürliche Ressourcen schonen 12.3 Weniger Nahrungsmittel verschwenden 12.5 Müll vermeiden und recyclen 12.7 Nachhaltiges Beschaffungswesen 12.8  Informationen bereitstellen und Bewusstsein schaffen 12.B Nachhaltigen Tourismus ausbauen
Ziele
SDG 16
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
CSR-Preis der Bundesregierung

Mit dem CSR-Preis der Bundesregierung sollen herausragende Beispiele gesellschaftlicher Verantwortung honoriert werden und zur Nachahmung motivieren: Ausgezeichnet werden Unternehmen, die vorbildlich faire Geschäftspraktiken und eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik umsetzen, natürliche Ressourcen sparsam nutzen, Klima und Umwelt schützen, sich vor Ort engagieren und Verantwortung auch in der Lieferkette übernehmen.

Für den Wettbewerbsdurchgang 2020 konnten sich Unternehmen mit Sitz in Deutschland in drei verschiedenen Größen- und zwei Sonderpreiskategorien bewerben. Jedes teilnehmende Unternehmen erhält eine Einzelauswertung zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen CSR-Engagements. Der CSR-Preis der Bundesregierung ist eine wesentliche Maßnahme der Nationalen CSR-Strategie der Bundesregierung. Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) federführend.

Unterziele
12.1 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster 12.2 Natürliche Ressourcen schonen 12.6 Verantwortungsvolle Unternehmen 12.8  Informationen bereitstellen und Bewusstsein schaffen
Ziele
SDG 8